STRUKTUR DES HISTORISCHEN BESTANDES

Der historische Bestand von Paul Kahle sammelt Bücher und Schriftstücke aus der Aktivität von Paul Ernst Kahle (1875-1964) und wurde im Jahr 1066 von der Universität in Turin gekauft. Der historische Bestand ist ein Anhaltspunkt für die Studien über die Orientalistik auf internationalem Niveau und vor allem aufgrund des Umfangs der darin repräsentierten Forschungsbereichen

Großer Teil des Archivs (Abteilung "Archive" der Datenbank) besteht aus hand- und maschinengeschriebenen Dokumenten über der von Paul Kahle durchgeführte Forschungen. Unter den wichtigsten kann man die Studien über die hebräische Bibel und über die literarischen, historischen und geographischen Quellen in arabischer, türkischer und persischer Sprache nennen. Man bewahrt die vorbereitenden Materialien (Notizen, Studien, Kopien und/oder handgeschriebene Wiederproduktionen) und Dokumente, die im Laufe der verschiedenen Veröffentlichungsphasen verfasst wurden (hand-und maschinengeschriebene Muster, intermediäre Bearbeitungsphasen und Revision des Textes bis hin zur endgültigen Veröffentlichung). Ein echtes Archiv des Autors, in dem sich die wissenschaftliche Produktion der an erster Stelle stehenden Orientalisten des XX. Jahrhunderts schichtet.

Die Struktur des Archivs in Turin wurde so geplant, damit die Artikulierung der Studien von Paul Kahle respektiert wird: fast alle Bereiche, in denen er Studien und/oder Veröffentlichungen durchgeführt hat, haben eine Spur im Archiv oder in der Bibliothek hinterlassen. Die Einleitungen zur Serie und Unterserie des Archivs erlauben eine gründliche Vision dieser Studienbereiche.

Zusammen mit den Dokumenten für die verschiedenen wissenschaftlichen Produktionsphasen und ihrer naturellen Ausstattung, gibt es eine reichhaltige Abteilung der Korrespondenz: dort befinden sich Briefe von Paul Kahle, die er von über 250 Schreibenden erhielt und in vielen Fällen handelt es sich um Entwürfe von Briefen, die er an dieselben geschickt hatte. Unter den Briefpartnern zählen auch viele Spitzenwissenschaftler und Persönlichkeiten im Fach Orientalistik der Epoche wie zum Beispiel Helmut Ritter, der Bibelforscher Matthew Black und der Koptologe Aziz Atiya.

Die Abteilung "Correspondence" der Datenbank gibt also das intellektuelle Verhältnis von Kahle wieder und ist eine logische Folge seiner Studien und bezeugt das Reichtum dieses Archivs und die Relevanz von Kahle als Wissenschaftler und ist das Ergebnis einer nicht nur privaten und individuellen Arbeit, sondern auch ein Austausch des Wissens mit dem intellektuellen Milieu der Epoche.

Das Archiv enthält auch graphische Materialien, Fotografien, Mikrofilme und fotografische Platten. Man weißt außerdem auf die Anwesenheit der damit verbundenen historischen Bestände wie die von Georg Jacob und die von den fünf Kindern von Paul Kahle (Wilhelm, Hans, Theodor, Paul Junior), sowie die von der Ehefrau Marie Gisevius Kahle.

Die Bibliothek besteht aus zirka 11.000 von gedruckten Volumen (Monographien, Auszüge und Zeitschriften) und 300 Manuskripte. Die Sammlung von islamischen Manuskripten (280 Manuskripte: Abteilung "Manuscripts" der Datenbank) ist analytisch im gedruckten Katalog präsentiert und wurde von Roberto Tottoli, Maria Luisa Russo und Michele Bernardini realisiert. Die Datenbank enthält die wesentlichen Daten von jedem Manuskript.

Die Sammlung der gedruckten Volumen wird momentan überholt und inventarisiert: auf jeden Fall wurden viele Dokumente von Paul Kahle in den Büchern niedergeschrieben, die überprüft und im Laufe der Arbeiten im Archiv beschrieben sind. Diese Unterlagen wurden in den Volumen gelassen, um die Verbindung zwischen Buch und Dokument zu bewahren, die typisch für das private Archiv sind und welche die Abteilung "Documents preserved inside books" der Datenbank bilden.